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Wie man die Power der Subscription Economy entfesselt

Warum kaufen, wenn man auch mieten kann?
28.03.2022
3 Min
[credi2]

Warum kaufen, wenn man auch mieten kann? Neue Abomodelle befreien  Konsument:innen von alten Zwängen und bringen für Händler:innen neue Geschäftsmodelle, die zusätzlich glaubwürdig zur Circular Economy beitragen.

Miete, Auto-Leasing, Handy-Tarif. In vielen Bereichen des Alltags sind wir längst an Abomodelle gewohnt. Um diese nutzen zu können, bezahlen wir monatliche Beträge, und wenn wir wollen, können wir Vermieter:in, Verleiher:in oder Anbieter:in wechseln. Doch diese Subscription Economy erfasst durch digitale Geschäftsmodelle nun immer mehr Produkte und Dienstleistungen, die wir bisher gekauft haben. Smartphones, E-Bikes, Notebooks und vieles mehr muss man nicht mehr kaufen, sondern kann man on demand mieten.

BNPL: Subscription Economy

Juniper Research zufolge wird diese auf Abonnements basierende Subscription Economy rasant wachsen – von 224 Milliarden Dollar im Jahr 2021 auf 275 Milliarden Dollar im Jahr 2022 ist ein Wachstum von 23 Prozent zu verzeichnen. Im Bereich von Musik- und Video-Streaming haben hunderte Millionen Konsument:innen den Switch vom Kauf eines Produkts (CD, DVD) hin zu monatlichen Abogebühren vollzogen. Der Juniper-Studie zufolge zieht aber nun die physische Welt nach. 2022 sollen bereits 45 Prozent des Abo-Marktes auf physische Güter gehen. Die Generation Y und Z sind jene Zielgruppen, die Abonnements zu einem Megatrend machen.

 

Hohe Customer Retention, viel Convenience

Der Software-Bereich war sicher Vorreiter beim Subscription-Trend. Anstatt Programme zu kaufen, gibt es heute zahllose Unternehmen, die sehr erfolgreich Software-as-a-Service-Modelle (SaaS) betreiben. Nach der Eroberung des Digital Entertainment schwappt die Welle nun auf viele weitere Bereiche über.

“Warum kaufen, wenn man auch Mieten kann? Unsere Analysen zeigen, dass die Generation Y und Z sehr stark auf Abomodelle setzen. Was sie bei Netflix und Spotify bekommen, erwarten sie sich heute von allen anderen Services und Produkten auch”, sagt Daniel Strieder, CEO und Mitgründer des Wiener Fintechs Credi2. Das europäische Fintech setzt bereits erfolgreich Abomodelle mit führenden Apple-Händlern um. “Für Händler:innen und OEMs sind Subscription-Modelle sehr attraktiv, weil man dadurch einen höheren Warenkorbwert und eine sehr hohe Customer Retention erzielen kann. Hat ein/e Kunde/in eine Smartwatch einmal im Abo, so wird er/sie sich das nächste Modell auch ziemlich sicher beim selben Anbieter mieten.”

Denkbar sind Subscription-Modelle im Prinzip für alle höherwertigen Produkte, die einen hohen Wiederverkaufswert haben. Aktuell ist ein starker Trend hin zu E-Bike-Abos zu verzeichnen. “Das macht absolut Sinn. E-Bikes sind eine sehr attraktive Alternative zum Auto und tragen dazu bei, Städte lebenswerter zu machen. Nicht jeder kann sich ein E-Bike leisten, durch Abomodelle wird der Markt aber viel zugänglicher für viel breitere Konsument:innenschichten”, sagt Strieder. Sowohl im Bereich digitaler Services sind Subscription-Modelle weiter auf dem Vormarsch, etwa bei Gaming oder Fitness. 

Für Händler:innen, die auf Subscription-Modelle setzen, zahlt es sich definitiv aus. Wie Credi2-Analysen zeigen, haben Abomodelle bis zu 20% höhere Warenkörbe, eine 3 Mal höhere Re-Purchasing-Rate zur Folge und steigern den Umsatz bei etwa Notebooks und Smartphones im Schnitt um 6 bis 8 Prozent – auch weil neue Gen Y & Z Zielgruppen gewonnen werden. Bei jenen Händler:innen, die bereits auf Abomodelle setzen, gehört die Subscription bereits zu den Top 3 Bezahlmethoden.

 

Von Pay-per-Product zu Pay-per-Use

Credi2 ist in Europa einer der führenden Player im “Buy Now Pay Later” (BNPL) White-Label Bereich für Banken und PSPs. Die neuen digitalen Finanzierungsmodelle wie etwa die Ratenzahlung werden nun durch die Subscription-Modelle ergänzt. Aus Sicht der Händler:innen ist dabei eine wichtige Unterscheidung zu sehen: Anstatt ein Produkt zu verkaufen (Pay-per-Product), bietet das Abo die Möglichkeit hin zu einem Wechsel auf Pay-per-Use. Aus Sicht der Konsument:innen bedeutet das eine stark erhöhte Flexibilität. Ein E-Bike etwa kann so von Frühling bis Herbst gemietet werden, in den kalten Wintermonaten kehrt es zur/m Händler/in zurück. Diese/r kann es dann für die nächste Saison wieder herrichten.

Abomodelle lassen sich auch perfekt mit weiteren Services koppeln und in den Monatspreis aufnehmen. Ob E-Bike oder Smartwatch: Musste sich der/die Konsument:in früher beim Kauf selbst um Dinge wie Versicherung kümmern, können solche Zusatz-Services mit dem Abo zu einem attraktiven Angebot verknüpft werden, das sich wesentlich von jenen des Mitbewerbs unterscheidet. Die Customer Convenience wird stark erhöht, und im Wettbewerb kann der Anbieter auch die “True Cost of Ownership” besser darstellen als Marktbegleiter.

 

Ein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

Die Klimakrise und ihre Bekämpfung sind heute für Geschäftsmodelle, die nachhaltig auch in vielen Jahren noch funktionieren sollen, von extrem großer Bedeutung. Auch in der EU sorgt der Green Deal dafür, dass die Circular Economy in allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen – von wiederverwendbarer Verpackung bis zum Refurbishing von Smartphones – auf dem Vormarsch ist. “Bei genauer Betrachtung ist die Subscription Economy ein wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft”, sagt Strieder. “Denn Abo-Modelle ermöglichen es Unternehmen, den Lebenszyklus von Produkten mit Hilfe von Reuse-, Refurbishing- oder Remanufacturing-Konzepten zu verlängern.”

Beispiel Smartphone: Wenn Konsument:innen ein neues iPhone auf bestimmte Zeit mieten und nach Ablauf des Abonnements zurück geben, dann kann das Gerät generalüberholt und wieder in den Handel zurückgeführt werden. Auch bei neuen E-Bike-Abos zeigt sich, dass es nicht notwendig ist, das Nutzer:innen immer ein nagelneues Fahrrad mieten, sondern auch eines bekommen können, das vor ihnen schon andere genutzt haben.

Credi2 positioniert sich deswegen als professioneller Fintech-Partner und Pionier für smarte Subscription-Modelle in der Circular Economy. “Miet-Modelle bedingen auch, dass die Produkte vorfinanziert werden, um sie dann an viele Kund:innen ausgeben zu können – dafür braucht es entsprechende Vorfinanzierungen”, sagt Strieder. “Für Unternehmen sind Abomodelle aber sehr attraktiv. Denn sie ermöglichen es ihnen, Monthly Recurring Revenue (MRR) und damit sehr stabile neue Geschäftsmodelle aufzubauen.”