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Warum Banken die Pflicht haben, ins BNPL-Business einzusteigen

07.06.2022
4 Min
Christian C. Waldheim

Credi2 als Technologiepartner bietet etablierten Finanzhäusern die Möglichkeit, mit maßgeschneiderten Embedded Finance-Lösungen rasch in den neuen, rasant wachsenden Buy Now Pay Later-Markt einzusteigen

Europas Banken stehen heute vor zahlreichen Herausforderungen. Hohe Kosten, niedrige Gewinne, veränderte Erwartungen der Konsument:innen hinsichtlich der Flexibilisierung bei Zahlungen, beschleunigte Digitalisierung und ein wachsender Wettbewerb gepaart mit großen geopolitischen Unsicherheiten erhöhen den Druck nach neuen Erlösströmen und Produkten.

Neukunden gewinnen, Bestandskunden halten

Gerade im Neukundengeschäft tun sich klassische Finanzhäuser durch neue Mitbewerber wie Neobanken zunehmend schwer. Der massive Trend zu “Buy Now Pay Later” (BNPL) als populäre Alternative zu klassischen Bezahlmethoden wie Kreditkarte oder Sofortüberweisung bietet da die Chance, auf neuem Wege sowohl im B2B- als auch im B2C-Geschäft Neukunden zu gewinnen. Der Markt ist groß und wird immer größer: Er wird von 266 Milliarden Dollar im Jahr 2021 auf 995 Milliarden Dollar im Jahr 2026 wachsen. Banken dürfen sich dieses Geschäft nicht entgehen lassen – nein, sie müssen sogar daran teilnehmen. Denn sie bringen unschlagbare Vorteile mit, die die Fintechs nicht haben.

Banken dürfen sich von Klarna und Co. die Kund:innen und Händler:innen nicht weiter wegnehmen lassen. Jeder in der Branche weiß: Die Gewinnung von Neukund:innen und die Rückgewinnung verlorener Kund:innen ist sehr teuer. Embedded Finance ist die ideale Antwort, weil sich so ganz automatisch Nutzer:innen von Pay-Later-Lösungen im E-Commerce in Neukund:innen verwandeln lassen. Entscheider:innen in den Finanzhäusern wissen, dass schnell gehandelt werden muss. Denn heute fürchten 7 von 10 der Manager:innen, die Schnittstelle zum Kunden verloren zu haben.

Tech-Partner für Finanzinstitute

Während sich andere europäische BNPL-Anbieter selbst als Banken zu etablieren versuchen, geht der Wiener Embedded Finance-Spezialist Credi2 einen anderen Weg: Credi2 ist der strategische Partner für etablierte europäische Finanzhäuser, um ins BNPL-Business einzusteigen und somit auch dem Händlerwunsch nach einer besseren BNPL Lösung nachzukommen.

“Etablierte Bankhäuser bringen perfekte Assets in den jungen BNPL-Markt mit, die viele Fintechs nicht haben”, sagt Christian Waldheim, Co-CEO von Credi2. “Sie verfügen über Marken mit sehr hohem Vertrauen, erfüllen bereits die hohen Auflagen der Regulierungsbehörden, verfügen über die notwendige Liqiudät und haben große Expertise bei Finanzierungslösungen. Deswegen sind sie für uns die bevorzugten Partner, für die wir unsere Embedded-Finance-Technologien bereitstellen können. Wir sind quasi das White-Label-Klarna für Banken.”

Embedded Finance ist der Ansatz, Finanzdienstleistungen in Produkte und Services von Nicht-Banken zu integrieren. Dazu zählen Bezahlmethoden wie „Buy now, pay later“-Lösungen und Subscription Modelle, die in eine nahtlose Customer Journey im Handel eingebettet sind. Damit rücken Banken mit ihren Angeboten dorthin, wo der Kunde bezahlt. Fintechs ermöglichen es Händlern, solche Produkte mit Hilfe von Finanzinstituten anzubieten, entweder als White-Label-Lösung oder als Co-Branding.

IT, Personal & Know-how fehlen

Banken haben Embedded Finance heute bereits am Zettel. Einer Credi2-Umfrage zufolge sagen 63 Prozent der befragten Institute, dass Embedded Finance zu Geschäftsmodell und Strategie passen. Die wichtigsten Motive: 62 Prozent wollen neue und vor allem junge Kunden gewinnen, 61 Prozent wollen den Wünschen nach flexiblen Bezahlmethoden nachkommen.

Was aber hindert Banken daran, in Embedded Finance einzusteigen? 51 Prozent haben bereits erkannt, dass sie das Potenzial unterschätzt haben; 41 Prozent fehlen das Personal und IT, 34 Prozent haben nicht das Know-How, um neue digitale Finanzierungslösungen umzusetzen. Genau hier setzt Credi2 als Embedded-Finance-Spezialist an und kombiniert das eigene Tech-Know-how und die Umsetzungsstärke mit den Stärken der Banken.

Die Vorteile der Banken

Europäische Banken dürfen sich nicht von den großen Tech-Playern und, mit viel Risikokapital ausgestatteten Fintechs, einschüchtern lassen. Denn ins BNPL-Business bringen genau sie viele Stärken mit, die viele B2C-Fintechs nicht oder noch nicht haben:

Die Kombination dieser Stärken mit den Fähigkeiten eines agilen Fintechs wie Credi2 kann im BNPL-Markt enorme Schlagkraft entwickeln. Das zeigen bereits einige Beispiele.

Von Ratenkauf bis Schnellkredit

Mit der Deutsche Bank, der Volkswagenbank oder Raiffeisen Bank International (RBI) gibt es bereits große Finanzinstitute, die auf die White-Label Fintech-Lösungen von Credi2 setzen. In wenigen Monaten ist es möglich, eigene BNPL-Lösungen auf den Markt zu bringen, die dann sowohl online als auch stationär bei Händlern integriert werden können. Online-Shops und POS (Points of Sale) können digitale Finanzierungslösungen wie Kauf auf Rechnung, Ratenkauf oder Schnellkredit direkt in den Kaufprozess nahtlos integrieren – und das wiederum eröffnet Banken den direkten Kontakt zu Neukunden.

Durch die Kooperation mit Credi2 launchte die VW Bank eine flexible Fahrradfinanzierung.
cashpresso - Bei der Kreditvergabe registrieren sich Kunden online, während im Hintergrund vollautomatisch die Bonitätsprüfung läuft.

“Credi2 hat bereits bewiesen, dass es für renommierte Banken sehr schnell maßgeschneiderte Pay Later-Lösungen umsetzen kann. Beispiele dafür sind die Schnellkredit-App cashpresso für die RBI oder FINANCE A BIKE, eine Finanzierungslösung für Fahrräder der Volkswagenbank”, sagt Waldheim von Credi2. “Wir haben den Prozess perfektioniert, maßgeschneiderte Finanzierungslösungen von Skizze bis zum finalen Produkt in kurzer Zeit umsetzen zu können, und dafür eine modulare Plattform entwickelt, um allen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden.”