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Credi2 Glossar

Begriffe rund um das Thema Buy now, pay later
03.05.2022
4 Min
[credi2]
Glossar BNPL

Abomodell/Subscription

Die Devise lautet: mieten statt kaufen. Was wir bereits aus der Welt der Wohnungen und Handy-Verträge kennen, wird jetzt dank neuer Technologien auf viele weitere Bereiche des Lebens ausgeweitet. Abonnieren lassen sich heute viele Produkte und Services: Musik, TV-Serien, Hörbücher, E-Bikes, E-Autos, Smartwatches, Smartphones oder Notebooks. Anstatt ein Produkt oder Service zu kaufen, bezahlt man für die Nutzung eine monatliche Gebühr – so lange, wie man es braucht. 

Abomodelle können heute sehr große Zielgruppen ansprechen. Einer Credi2-Studie zufolge legt knapp die Hälfte der 18- bis 34-Jährigen heute keinen Wert mehr auf Besitz. Sechs von zehn Kunden halten Abomodelle für finanziell attraktiver als den Produktkauf, 70 Prozent der Befragten der Meinung, dass sie mit Abomodellen finanziell flexibler bleiben. Weiteres begrüßen Kunden der Generation Y & Z, das physische Produkte nachhaltiger sind, da diese entweder nach Rückgabe wiederverwertet oder fachgerecht in die Kreislaufwirtschaft zurückgeführt werden.

Vorteile für Kunden:

Ob E-Bike, Notebook, Smartwatch oder Smartphone – höherpreisige Produkte werden für eine breitere Konsumentenschicht plötzlich leistbar, weil es statt einem einmaligen Kaufpreis monatliche Abozahlungen gibt. Je nach Abomodell wird auch der Restwert des Produkts in Abzug gebracht und die Miete verringert – ähnlich dem Leasing. Außerdem können Kunden schnell und einfach auf ein neues Modell des Produkts automatisch upgraden und das alte Gerät an den Händler zurückgeben.

Vorteile für Händler:

Abomodelle haben den Vorzug, dass sie Kunden längerfristig an den Händler binden. Nach dem Ende des Abos wird meist das neueste Gerät automatisch wieder bereitgestellt und der Kunde langfristig gebunden. Außerdem ist die Conversion Rate höher, weil monatliche Zahlungen höherpreisige Produkte einfacher leistbar machen.

Buy Now, Pay Later (BNPL)

BNPL ist der Überbegriff für unterschiedliche neue Finanzierungsmöglichkeiten mit “verzögerter Zahlung”. Generell geht es dabei darum, Konsumenten flexiblere, maßgeschneiderte Bezahl-Optionen zu ermöglichen. Das reicht von einem späteren Zahlungsziel (“Kauf auf Rechnung”) über Ratenzahlungen (typischerweise 3-12 Raten) bis hin zu Rahmenkrediten (typischer Kredit – meist bei hochpreisigen Produkten). BNPL ist in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Fintech-Trends weltweit geworden und aus dem Handel nicht mehr wegzudenken. Vor allem in eCommerce sind BNPL Angebote erfolgsentscheidend. 

Vorteile für Kunden:

Konsumenten erhalten durch die verschiedenen Finanzierungsformen mehr Möglichkeiten, sich Produkte und Dienstleistungen sicher leisten zu können. Die Top 2 BNPL Methoden sind im eCommerce – Kauf auf Rechnung und Ratenkauf. 

Vorteile für Händler:

Aus Sicht von Online-Händlern steht BNPL für die Möglichkeit, Conversion-Raten zu verbessern, Warenkörbe zu erhöhen und mehr Abschlüsse zu erzielen.

Vorteile für Banken:

Finanzinstitute bekommen die Möglichkeit, ihre Finanzierungslösungen direkt in den (Online-)Shops zur Verfügung zu stellen und erhalten so einen neuen Vertriebskanal. Dank “Embedded Finance” sind sie direkt in den Kaufprozess eingebunden.

 

Circular Economy/Kreislaufwirtschaft

Die Kreislaufwirtschaft ist das Gegenteil der Wegwerf-Gesellschaft. Der Begriff steht für alle Formen des Wirtschaftens, bei denen es darum geht, Materialien und Produkte länger in Gebrauch zu halten bzw. sie im Kreislauf der Wirtschaft zu halten. Das kommt auch gut bei Endkonsumenten an: 72 Prozent der Befragten einer Credi2-Studie schätzen Abomodelle auch deshalb, weil Händler die Produkte zurücknehmen und dann generalüberholt wieder verkaufen können – also einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft machen.

Einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft schaffen Unternehmen und Konsumenten durch die 10 Re’s:

Refuse: Nur Dinge kaufen/nutzen, die man wirklich braucht; Verzicht auf bestimmte Rohstoffe

Rethink: Der erste Schritt ist oft das Umdenken – etwa dann, wenn Unternehmen ihr Geschäftsmodell zu nachhaltigeren Formen drehen

Reuse: Wiederverwenden statt wegwerfen

Repair: Scheinbar kaputte Geräte können oft einfach repariert und weiter genutzt werden

Refurbish: Ältere Geräte können durch Tausch einiger Komponenten fast wie neu zurück auf den Markt gebracht werden (z.B. Smartphones)

Remanufacture: funktionierende Teile eines alten, ausrangierten Produkts in einem neuen Produkt verbauen

Repurpose: Bestehende Dinge einem neuen Zweck zuführen; auch oft als Upcycling bezeichnet

Recycle: Der Klassiker – deswegen trennen wir Müll, um Materialien wie Glas im Kreislauf zu halten

Recover: Selbst aus Abfall lässt sich noch Sinnvolles machen; Kaffeesatz zum Beispiel ist ein toller Nährboden für Pilze

Repeat: Das Extra-Re; je öfter man die neun anderen Res wiederholt, umso besser für den Planeten

Embedded Finance

Embedded Finance beschreibt den Ansatz, wenn Finanzdienstleistungen als direkter Bestandteil von Produkten und Services integriert werden – und zwar von Unternehmen außerhalb der traditionellen Bankenbranche. Während Banken ihre Finanzdienstleistungen bisher direkt an Kunden verkauft haben, bietet dieses Modell einen neuen und kundenorientierteren Prozess: Finanzdienstleister rücken mit ihren Angeboten dorthin, wo der Kunde bezahlt. Sie werden dadurch integrativer Teil der Customer Journey und bedienen damit das Bedürfnis nach einer Finanzdienstleistung exakt wo es entsteht.

Dies gilt insbesondere für Käufe im Internet, wo viele Händler inzwischen selbstverständlich auch Ratenkredite oder 0-Prozent-Finanzierungen im Check-Out-Prozess anbieten. Aber auch der stationäre Einzelhandel eifert inzwischen den Online-Shops nach und bietet mit Hilfe von Finanzpartnern oder eigenen Finanzinstituten attraktive Finanzierungsmöglichkeiten an – die im Hintergrund von Fintechs ermöglicht werden.

Embedded Financial Services bedeuten, dass jedes digitale Unternehmen zum Fintech werden kann. Richtig eingesetzt profitieren Banken, Händler und Fintech’s gleichermaßen. 

Bei Embedded Finance geht es nicht nur um Technologien, sondern auch um Banken selbst. Fintechs wie Credi2 sind ein verlässlicher Tech-Partner von Banken, die ihr Kreditgeschäft weiter automatisieren und damit auf der einen Seite effizienter werden und auf der anderen Seite neue Verkaufskanäle aufmachen wollen. Beispiele sind etwa:

Finance a Bike: Die Online-Fahrradfinanzierug wird gemeinsam mit der Volkswagen Bank umgesetzt.

cashpresso: Die Ratenzahlungs-App wird gemeinsam mit der Raiffeisen Bank International (RBI) umgesetzt.

Durch die Kooperation mit Credi2 launchte die VW Bank eine flexible Fahrradfinanzierung.
Es gibt eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten für das Abomodell.

Pay per Use

Das Prinzip “Mieten statt kaufen” erfasst sowohl bei Endkonsumenten als auch in der Geschäftswelt immer mehr Bereiche. Pay per Use ist eine Sub-Abo Methode, die meist für digitale Services oder die kurze Miete von physischen Gütern angewendet wird. Denn bei immer mehr Dienstleistungen und Produkten steht die flexible bzw. fallbezogene Nutzung im Vordergrund, Besitz rückt in den Hintergrund. Das eröffnet neue Geschäftsmodelle, Zugang und Nutzung werden dann nach dem “Pay per Use”-Prinzip vergebührt. Man muss sich heute keinen E-Scooter um mehrere Hundert Euro kaufen, sondern mietet in sich gezielt für einige Fahrten, für die man einige Euro bezahlt. Das “Pay per Use”-Modell lässt sich mittlerweile sogar auf große Industriemaschinen umlegen.

Pay-per-Use-Modelle haben eine Ausbaustufe: Abomodelle. Einzel-Nutzungen von Services können in Paketen zusammengefasst und in einer Subscription angeboten werden. Diesen Trend sieht man derzeit im Mobility-Bereich: Dort konnten E-Scooter oder Carsharing-Flotten einzeln gebucht werden, doch mittlerweile gibt es vielfältige Abomodelle, in denen bestimmte Nutzungskontingente zu Flatrates auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis enthalten sind.

Konsumkredit

Autokauf, Weltreise, Ausbildung, Möbel: Für teurere Konsumgüter, Dienstleistungen oder Lebensphasen können sich Konsumenten Konsumkredite nehmen. Diese stellen oft eine Alternative zu Ratenzahlungen dar. Je nach Anbieter gibt es beim Konsumkredit variable Zinsen oder Fixzinssätze, flexibel wählbare Laufzeiten und unterschiedliche Raten.

Gemeinsam mit unseren Kunden bauen wir benutzerfreundliche Buy now, pay later-Bezahlmethoden (BNPL), die sich nahtlos in die Infrastruktur von Banken und Händlern einfügen. Die [credi2] Plattform beinhaltet alle Bausteine für den Betrieb Ihrer Bezahlmethode: digital, automatisiert, conversion-optimiert.

KYC

Das Kürzel steht für “Know Your Customer”. Dort, wo Geld fließt, haben Unternehmen meist rechtliche Vorgaben, Neukunden identifizieren und authentifizieren zu müssen. Das dient dazu, um Problemen wie Geldwäsche, Betrug oder Terrorfinanzierung vorzubeugen. Endkonsumenten begegnen KYC-Prozessen etwa dann, wenn sie sich ein neues Konto bei einer Banking- oder Trading-App anlegen. Dabei werden sie in Video-Calls und Ausweis-Scan eindeutig identifiziert, um die Services auch nutzen zu können.

Antragsstrecken funktionieren heute sehr schnell. Die Rekordzeit für den Abschluss eines Online-Kredits beim BNPL-Spezialisten Credi2 liegt bei 5:46 Minuten. KYC-Prozesse für andere BNPL-Formen können noch viel schneller sein.

Open Banking

Hier geht es um ein Modell der Zusammenarbeit zwischen Banken und Nicht-Banken. Drittanbieter erhalten die Möglichkeit, dank offener Programmierschnittstellen (APIs) Kunden von Banken neue Services direkt anzubieten. So können etwa Online-Händler ihre Nutzern um den Zugriff auf ihr Bankkonto bitten, um ihre Kreditwürdigkeit für einen Online-Schnellkredit zu checken.

PSD2

Die Zahlungsdiensterichtlinie “Payment Service Directive 2” (PSD2) der Europäischen Union ist die rechtliche Grundlage für Open Banking und damit die Möglichkeit für Nicht-Banken, an der Finanz-Branche teilzunehmen. Konkret hat verlangt PSD2 von Banken, dass sie via APIs (Programmierschnittstellen) zwei Arten von Dienstleistern Zugriff auf die Konten geben, wenn der Kunde das wünscht:

Account Information Service (AIS): Kontoinformationsdienste können Zugriff auf die Kontodaten bekommen (90 Tage zurück), um mit Hilfe dieser Informationen neue Services anzubieten. Fintechs können etwa die Kontodaten des Nutzers analysieren und darauf basierend ihre Kreditwürdigkeit berechnen.

Payment Initiation Service (PIS): User können Zahlungsauslösediensten erlauben, über eine Schnittstelle auf sein Konto zuzugreifen, um eine Überweisung auszulösen. Das ermöglicht etwa, dass Online-Shops Sofortüberweisungen anbieten können.

Rahmenkredit

Dabei handelt es sich um eine Mischform aus Dispokredit und Ratenkredit. Dem Kunden eines Kreditinstituts wird dabei eine Kreditlinie in einer bestimmten Höhe gewährt (z.B. 20.000 Euro), die er bei Bedarf bis zur vereinbarten Höchstgrenze in Anspruch nehmen kann. Die Höhe hängt u.a. von Bonität und Einkommenssituation des Kreditnehmers bzw. von der Liquidität des Unternehmens ab.

Ratenkredit

Es ist ein Kredit mit fest vereinbartem Zins und fester Laufzeit und dient dazu, größere Anschaffungen zu finanzieren. Der Ratenkredit wird vom Kreditnehmer in der Regel monatlich in gleichen Raten zurückgezahlt. Je nach Anbieter sind dabei oft auch Ratenpausen oder eine frühzeitige Rückzahlung möglich.

White Label-Lösung

Bei White Label handelt es sich um Produkte oder Dienstleistungen, die nicht unter der eigenen Marke auf den Markt gebracht werden, sondern unter der Marke von Partnerunternehmen. Im Software-Bereich ist dieses Modell etabliert – etwa, wenn neue Lösungen von Tech-Unternehmen in die Apps oder digitalen Angebote von Banken oder Händlern integriert werden. White-Label-Lösungen ermöglichen es Unternehmen, schnell neue Dienste anzubieten, ohne sie selbst von Grund auf entwickeln zu müssen. BaaS oder Embedded Finance Lösungen folgen typischer Weise dem White Label Ansatz.